Als Selbstfahrer die Garden Route erkunden

Als Selbstfahrer die Garden Route erkunden2018-11-19T22:31:51+00:00

Die Garden Route bietet sich für eine Erkundung mit dem Auto hervorragend an. Reisende finden entlang der 300 km langen Küste der Garden Route eine touristische Infrastruktur, die bestens für Individualreisen geeignet ist. Die Lage der Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte verlangt sogar die Nutzung eines Autos, wenn man nicht in das starre Korsett einer Gruppenreise gepresst werden möchte. Die Kosten für Mietwagen und für Benzin sind im Vergleich zu Deutschland relativ niedrig.

Fahrstrecke & Dauer

Von Kapstadt ganz im Westen von Südafrika bis zum Addo Park sind es etwa 800 km. Als klassische Garden Route wird der dazwischen liegende Abschnitt von Mossel Bay bis zum Tsitsikamma Park bezeichnet.

Die meisten Reisenden fahren jedoch im Osten bis zum Addo Park und kommen daher auf eine Fahrstrecke einschl. Tagesausflüge von etwa 1.200 Kilometer, bei Rückfahrt entsprechend mehr.

Bei der Etappenplanung ist zu überlegen, wie viele Stunden man bei der gewählten Route im Auto verbringen wird. Auf der Autobahn dürfen max. 120 km/h gefahren werden, auf Landstraßen max. 100 km/h. Die reine Fahrzeit, ohne Tagesausflüge, dürfte für diese Strecke etwa 12 Stunden betragen.

Während der Walsaison im südafrikanischen Frühling ist das etwa 2,5 Autostunden von Kapstadt entfernte Hermanus der erste empfehlenswerte Stop (Strecke etwa 130 km), nach weiteren 4 Fahrstunden erreicht man Mossel Bay, das Tor zur Garden Route (etwa 320 km).

Die Strecke Kapstadt – Mossel Bay beläuft sich auf etwa 400 km, das sind 5 Autostunden.

Es besteht die Möglichkeit, eine Strecke mit dem Flugzeug zurückzulegen. Der Flughafen am Ende der Garden Route befindet sich in Port Elizabeth. In diesem Fall ist zu prüfen, ob das Flugticket zusammen mit dem Südafrikaflug gebucht werden soll oder ob man ein separates Inlandsflugticket erwirbt.

Mögliche Etappen der Selbstfahrerrundreise entlang der Garden Route

Für eine Richtung sollten mindestens 5 Urlaubstage eingeplant werden.

Die beliebtesten Ziele an der Garden Route sind Mossel Bay, Wilderness, Knysna, Plettenberg Bay und Nature’s Valley. Ganz im Osten liegt der bereits erwähnte Addo Park.

Abhängig von den zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten und geplanten Aktivitäten kann man nun die Übernachtungsorte auswählen. Dies sind in der Regel zwei oder 3 Orte. Dazu kommen dann der Stop in Hermanus und ein Aufenthalt in der Nähe des Addo – Park.

Überlegenswert ist ein Abstecher an die Route 62 bzw. die Rückreise komplett über diese berühmte Straße.

Ein oft gefundener Ratschlag ist es, die Garden Route vom Osten zum Westen hin zu bereisen und zum krönenden Abschluß dann den Aufenthalt in Kapstadt einzulegen.

Wir haben das Thema Streckenaufteilung und Stops schon mehrmals in unserer Facebookgruppe diskutiert. Hier ist der Link.

Autofahren an der Garden Route

Die Autobahn N2 und die meisten Überlandstraßen sind in sehr gutem Zustand. In regelmäßigen Abständen finden sich Tankstellen, wo es auch saubere Toiletten gibt. Tankstellen befinden sich bei Swellendam, Mossel Bay, George, Wilderness, Knysna, Plettenberg Bay, Port Elizabeth

An der Garden Route gibt es nur an der N2 am Tsitsikamma NP eine Mautstation. Die Gebühr beträgt weniger als 5 Euro.

In der Innenstadt oder auf Parkplätzen der diversen Sehenswürdigkeiten weisen sogenannte Parkplatzwächer auf verfügbare Parkplätze. Diese car guides bewachen dann auch das Auto während der Abwesenheit. Nach Rückkehr gibt man ihnen üblicherweise etwa 5 Rand Trinkgeld.

Während der Nacht stehen die Autos üblicherweise im umzäunten bzw. überwachten Bereich der Unterkünfte. Hier sollte bei der Zimmerbuchung darauf geachtet werden, daß solch ein Parkplatz vorhanden ist.

Kosten eines Mietwagens

Ein Mittelklassewagen kostet etwa 25 € bis 30 € je Tag. Aufgrund der langen Strecken empfiehlt es sich, ein geräumiges Auto zu mieten. Um keinen Stress bei Schäden oder Unfällen zu bekommen, sollte man den Mietwagen vorab in Deutschland buchen. Entsprechende Versicherungen und Navi nicht vergessen.

Der Treibstoff kostet ca.

Grundlegendes zum Thema Auto fahren in Südafrika

In Südafrika herrscht Linksverkehr vor. Angst braucht man vor dem Linksverkehr nicht zu haben, relativ schnell hat man sich daran gewöhnt. Die Herausforderung besteht dann, wenn kein Auto vor einem fährt oder man beim Abbiegen automatisch auf die verkehrte Seite abdriftet. Erfahrungen von Reisenden lest Ihr hier.

Einen Internationalen Führerschein muß man dabei haben, auch wenn in der Praxis der Mietwagenverleiher nicht danach fragt. Spätestens wenn wegen eines Unfalls die Polizei involviert ist, braucht man ihn.

In diversen Regionen besteht ein erhöhtes Risiko durch Personen oder Tiere, die die Straße queren.

Fahren in der Dunkelheit ist möglich, sollte aber so weit wie möglich reduziert werden. Der Grund dafür ist weniger die Angst vor Kriminalität. Die Gefahr liegt zum einen bei betrunkenen und rasenden Autofahrern und zum anderen bei möglichen Kollisionen mit Fußgängern bzw. Tieren, die man zu spät erkennt.

In Südafrika gibt es keine Selbstbedienungs – Tankstellen. Im Regelfall kommt nach der Ankunft an der Haltesäule sofort ein Tankwart angerannt und fragt nach gewünschter Treibstoffmenge und Treibstofftyp. Man braucht das Auto nicht verlassen, der Tankwart bringt dann das Geld zum Kassierer und die Quittung zum Fahrer. Anschließend putzt er noch die Fenster. In Südafrika ist es üblich, dem Tankwart ein Trinkgeld zu geben (er bekommt einen äußerst geringen Lohn) in Höhe von etwa 5 Rand.

In Ortslagen gibt es auf den Straßen zahlreiche Schwellen („bumper“), die die Autofahrer vom Rasen abhalten sollten. Übersieht man das vorher angebrachte Warnschild und fährt relativ schnell über solch eine Schwelle, dann kann es ganz schön im Auto scheppern.

Südafrikanische Autos haben immer eine automatische Türschließfunktion. Einige Sekunden nach Fahrtbeginn sind alle Türen automatisch verriegelt.